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Den Hans Mommsen (2013)

Den Hans Mommsen, gebuer de 5. November 1930 zu Marburg a gestuerwen de 5. November 2015 zu Tutzing, war en däitschen Historiker. Hie war op d'Zäitgeschicht spezialiséiert, absënns op d'Geschicht vun Däitschland tëscht 1918 an 1945, deemno d'Weimarer Republik an d'Zäit vum Nationalsozialismus. Hien huet d'Fuerschung vum Drëtte Räich drop orientéiert, d'Fro vun der Verantwortung vu jidderengem Eenzelen ze stellen, a sech net just op den Hitler an d'Leit ronderëm hien ze konzentréieren, déi un allem Schold gewiescht wieren.

De Mommsen hat vun 1968 bis zu senger Emeritéierung 1996 op der Ruhr-Universität Bochum e Léierstull fir Neier Geschicht. Dobäi hat hie Gaaschtprofessuren a Fuerschungsopenthalter zu Princeton, Harvard, Berkeley, Jerusalem a Washington D.C. Vun 1977 bis 1985 war hien Direkter vum Institut zur Geschichte der Arbeiterbewegung, dat hie matgegrënnt hat.

Säin Zwillingsbrudder Wolfgang J. Mommsen war och en Historiker.

Wierk (Auswiel)Änneren

Eng Bibliographie ass ze fannen an: Christian Jansen (Hrsg.): Von der Aufgabe der Freiheit. Politische Verantwortung und bürgerliche Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Festschrift für Hans Mommsen zum 5. November 1995. Akademie-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002835-1, S. 729–749

Monographien

  • Beamtentum im Dritten Reich. Mit ausgewählten Quellen zur nationalsozialistischen Beamtenpolitik DVA, Stuttgart 1966 * Nationalitätenfrage und Arbeiterbewegung. Trier 1971 (= Schriften aus dem Karl-Marx-Haus, Nr. 6).
  • Arbeiterbewegung und Nationale Frage. Ausgewählte Aufsätze, Göttingen 1979, ISBN 3-525-35989-6.
  • Die verspielte Freiheit. Der Weg der Republik von Weimar in den Untergang 1918 bis 1933, Berlin 1990, ISBN 3-548-33141-6.
  • Der Nationalsozialismus und die deutsche Gesellschaft. Ausgewählte Aufsätze, Reinbek bei Hamburg 1991, ISBN 3-499-18857-0.
  • Widerstand und Politische Kultur in Deutschland und Österreich, Wien 1994, ISBN 3-85452-325-4.
  • mit Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, Econ, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-16785-X.
  • Aufstieg und Untergang der Republik von Weimar. 1918–1933, Berlin 1998, ISBN 3-548-26508-1.
  • Der Mythos von der Modernität. Zur Entwicklung der Rüstungsindustrie im Dritten Reich, Essen 1999, ISBN 3-88474-646-4.
  • Von Weimar nach Auschwitz. Zur Geschichte Deutschlands in der Weltkriegsepoche. Ausgewählte Aufsätze, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05283-2.
  • Alternative zu Hitler. Studien zur Geschichte des deutschen Widerstandes, München 2000, ISBN 3-406-45913-7.
  • Auschwitz, 17. Juli 1942. Der Weg zur europäischen „Endlösung der Judenfrage“, München 2002, ISBN 3-423-30605-X.
  • Zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Demokratie, Diktatur, Widerstand, DVA, München 2010, ISBN 978-3-421-04490-7.
  • Die „rote Kapelle“ und der deutsche Widerstand gegen Hitler, Klartext-Verlag, Essen 2012, ISBN 978-3-8375-0616-7.
  • Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa, Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1395-8.

Als Editeur

  • Sozialdemokratie zwischen Klassenbewegung und Volkspartei. Verhandlungen der Sektion „Geschichte der Arbeiterbewegung“ des Deutschen Historikertages in Regensburg, Oktober 1972, Frankfurt a.M. 1974, ISBN 3-8072-4045-4.
  • mit Dietmar Petzina und Bernd Weisbrod: Industrielles System und politische Entwicklung in der Weimarer Republik. 2 Bde., Königstein/Ts. 1977, ISBN 3-7610-7206-6.
  • mit Ulrich Borsdorf: Glück auf, Kameraden! Die Bergarbeiter und ihre Organisationen in Deutschland, Köln 1979.
  • Arbeiterbewegung und industrieller Wandel. Studien zur gewerkschaftlichen Organisationsproblemen im Reich und an der Ruhr, Wuppertal 1980, ISBN 3-87294-150-X.
  • mit Susanne Willems: Herrschaftsalltag im Dritten Reich. Studien und Texte, Düsseldorf 1988, ISBN 3-491-33205-2.
  • mit Dušan Kováč, Jiří Malíř, Michaela Marek: Der Erste Weltkrieg und die Beziehungen zwischen Tschechen, Slowaken und Deutschen, Klartext, Essen 2001, ISBN 3-88474-951-X.
  • The Third Reich between Vision and Reality. New Perspectives on German History 1918–1945, Oxford et al. 2002, ISBN 1-85973-627-0.
  • mit Sabine Gillmann: Politische Schriften und Briefe Carl Friedrich Goerdelers, 2 Bde., München 2003, ISBN 3-598-11631-4.

LiteraturÄnneren

  • Richard Bessel: Functionalists versus Intentionalists: The Debate Twenty Years On or Whatever Happened to Functionalism and Intentionalism? In: German Studies Review 26, 2003, H. 1, ISSN 0149-7952, S. 15–20.
  • Christian Jansen, Lutz Niethammer, Bernd Weisbrod (Hrsg.): Von der Aufgabe der Freiheit. Politische Verantwortung und bürgerliche Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Festschrift für Hans Mommsen zum 5. November 1995. Akademie-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002835-1.
  • Peter Köpf: Die Mommsens. Von 1848 bis heute. Die Geschichte einer Familie ist die Geschichte der Deutschen. Europa-Verlag, Hamburg u. a. 2004, ISBN 3-203-79147-1.
  • Hans Mommsen (Interview): „Daraus erklärt sich, daß es niemals zuvor eine derartige Vorherrschaft alter Männer gegeben hat, wie in der Zeit von 1945 bis in die 60er Jahre“. In: Rüdiger Hohls, Konrad H. Jarausch (Hrsg.): Versäumte Fragen. Deutsche Historiker im Schatten des Nationalsozialismus. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05341-3, S. 163–190 (online).
  • Stefan Rebenich: Die Mommsens. In: Volker Reinhardt (Hrsg.): Deutsche Familien. Historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker. München 2005, ISBN 3-406-52905-4, S. 147–179.
  • Harald Welzer (Hrsg.): Auf den Trümmern der Geschichte. Gespräche mit Raul Hilberg, Hans Mommsen und Zygmunt Bauman. Edition diskord, Tübingen 1999, ISBN 3-89295-659-6 (Studien zum Nationalsozialismus in der Edition diskord 3).

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